Krippe von Familie Preißner

In meiner Familie war es immer üblich, die Weihnachtskrippe schon zu Beginn der Adventszeit aufzustellen. Natürlich noch ohne das Jesuskind. Oft war am Anfang noch nicht alles perfekt und die Krippenlandschaft entwickelte sich über die Zeit bis Weihnachten. Die Figuren von Maria und Josef mühten sich auf dem Weg bis zum Stall. Ochs und Esel schauten auf den leeren Futtertrog.
Ich kann mich erinnern, dass wir Kinder für gute Taten einen Stohhalm in die Krippe legen durften, damit das Jesuskind an Weihnachten dann weich liegen konnte. Leider war am Ende der Adventszeit die Polsterung nicht zu unserer Zufriedenheit. So haben meine Schwester und ich heimlich nachgeholfen und beherzt in die Kiste mit Strohhalmen gegriffen.

Krippe von Familie Aranzulla

Die Krippe hat bei uns Aranzullas einen besonderen Wert. Mein Mann Giuseppe hat schon als Kind auf Sizilien bei den Vorbereitungen und dem Bau der Krippe in der Kirche geholfen und selbst gebastelt. Er verbindet sehr schöne Erinnerungen damit. Als Kind war das für ihn die schönste Zeit.

30 Jahre lang lebte und erlebte mein Mann diese Tradition auf Sizilien, bis er wegen der Arbeit nach Deutschland kam. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung baute er eine ganz kleine Krippe, die immer zum 1. Advent fertig sein muss. Mit den Jahren wurde diese Krippe immer größer. Da er Landschaft, Stall und alles was dazu gehört selbst baut, beginnt er Anfang November schon mit dem Basteln. Und während er die Krippe aufbaut, erklärt er unseren beiden Kindern die Geschichte von Maria und Josef. Er sagt immer, er hofft, dass er dies auch noch mit seinen Enkeln tun kann.

Krippe in St. Markus in Riet

Seit Ausbruch der Coronapandemie ist das Gemeindezentrum an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Deshalb haben wir in diesem Jahr auch die Krippe wieder aufgebaut. Der Stall wurde von einem Gemeindemitglied aus Riet hergestellt. An den Weihnachtsfeiertagen finden Sie hier auch das Friedenslicht aus Bethlehem. 

Krippen Familie Booz

Meist wird die Weihnachtsgeschichte so erzählt, wie ich sie als Kind gelernt habe. Erst die Geburt im Stall und dann kamen die drei Könige. Dass es die Weihnachtsgeschichte nicht gibt, wurde mir erst im Laufe des Lebens klar. Im ältesten Evangelium, dem Text nach Markus, gibt es keine Weihnachtsgeschichte. Da beginnt die Erzählung mit Johannes dem Täufer und Jesu Taufe im Jordan. Lukas hat mit seiner Geschichte unsere Sicht auf Weihnachten geprägt: Herbergssuche, Geburt im Stall, Hirten und Engel. Bei Matthäus beginnt das Evangelium mit dem Stammbaum Jesu, mit einer langen Folge von Vätern. Der letzte Vater in der Reihe heißt Josef. – Im zweiten Kapitel kommen die Magier oder Könige aus dem Osten. Das feiern wir an Epiphanie, am Weihnachtsfest der Ostkirche. Die Darstellung, die meist als Anbetung der Könige bezeichnet wird, sagt mir mehr zu als das Gewusel aus Engeln und Hirten. Seit 1998 steht die Stele in der Weihnachtszeit in unserem Wohnzimmer. Vorbild war ein Schwarzweißfoto eines Kapitells aus Autun in Burgund. GISLEBERTUS schuf die Kapitelle der Kirche Saint-Lazare in den Jahren 1120 bis 1135.

Secondo Matteo

In der Weihnachtszeit 2015/2016 veranstaltete die Katholische Kirchengemeinde Sankt Antonius in Vaihingen eine kleine Krippenausstellung, an der ich mich aktiv beteiligte. Das war vielleicht der erste Impuls, ein neues Ensemble zu gestalten. Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus ist die Grundlage für eine neue Krippe, also Secondo Matteo. Der Vater Josef – nicht wie üblich die Mutter Maria – führt seinen einjährigen Sohn Jesus an der Hand. Der Kleine geht mit einem gewagten Schritt auf die Besucher zu. Unter den Magiern aus dem Osten ist eine Frau. Man darf also nicht an den Buchstaben des Evangeliums kleben, wenn man diese Krippe betrachtet. Die Figuren folgen meinem Verständnis und meiner Lebenserfahrung. Deshalb setzen sie sich über manches hinweg, was als Dogma verkündet wurde. Die „Landschaft“, in der die Figuren stehen, fehlt noch. Sie soll in den kommenden Wochen entstehen.

 

Im Sommer 2019 besuchten wir die Wieskirche bei Steingaden im sogenannten bayerischen „Pfaffenwinkel“. Das Altarbild, das der Münchener Hofmaler Balthasar Augustin ALBRECHT um 1750 geschaffen hat, zeigt die Heilige Familie und Marias Eltern Anna und Joachim. Eine gute Idee, die Großeltern in die Familie einzubeziehen. Deshalb sind Anna und Joachim auch Teil des Ensembles Secondo Matteo. Maria und Josef haben in der zweiten Fassung der Familie eine andere Haltung. Jesus steht auf dem Schoß seiner Mutter und hat, ähnlich wie auf dem Altarbild der Wieskirche, die Arme ausgebreitet. Eine Andeutung des Kreuzes.

Josef ist aus meiner Sicht ein junger Mann, der Ehemann und Vater. Nicht ein alter Mann, wie auf dem Bild in der Wieskirche. Als Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel fanden, sagte sie zu ihm: „Mein Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“ (Lukas 2,48). Josef ist dieser Vater!   

Othmar Booz im Dezember 2020

Die Krippe in St. Paulus Enzweihingen

Vor ca. 40 Jahren beschlossen Mitglieder des Kirchenchores in der Nachsingstunde: wir brauchen eine Weihnachtskrippe für unsere Kirche.

Die Krippe sollte alt, rustikal und nach Stall aussehen. So wurden alsbald viele Pläne über Größe und Aussehen der Krippe geschmiedet, bis wir eine Skizze der Krippe hatten, mit der alle einig waren.

Es wurde das nötige Holz beschafft und die Krippe im Pfarrhof an mehreren Samstagen gebaut. Nach der Arbeit gab es immer eine zünftige Vesper, dabei wurde über die getane Arbeit immer heftig diskutiert und neue Vorschläge mitverarbeitet.

Die Krippenfiguren wurden auf Vorschlag eines Lehrers der Enzweihinger Schule, im Tonraum der Schule gefertigt. So trafen wir uns abends in der Schule und fertigten aus Tonaufbaumasse nach Bildern und Vorlagen die Krippenfiguren an. Nach dem Trocknen der Figuren wurden diese mit einem feuchten Schwamm noch nachbearbeitet, dann gebrannt und naturbelassen. Zwischendurch wurden wir von Frau L. mit Most aus dem Fass versorgt. Die Heiligen Drei Könige wurden zwei Jahre später noch hinzugefügt.

Seitdem wird Krippe jedes Jahr zu Weihnachten von Mitgliedern des Kirchenchors in der Kirche aufgebaut.

Manfred Hofer

Lego-Krippe Familie Preißner

Kinder sind oft erstaunlich. Ganz ohne unser Zutun ahmen sie die „große“ Welt nach. Dieses Bild entstand 2010, meine Kinder waren 2 und 3 Jahre alt und „Lego Duplo“ der Hit.

Stefanie Preißner

Seine letzte Krippe

Vor langer Zeit, mein Mann wurde Rentner, suchten wir eine Beschäftigung für ihn. Bei Spaziergängen mit Hund im Wald entdeckten wir die mystischsten Gestalten. Baumwurzeln wirkten auf uns wie Baumgeister. Eine Baumwurzel gelangte in die Werkstatt meines Mannes. Die erste Krippe entstand. Mit viel Fantasie und Energie, mit Liebe zum Detail entstanden immer mehr Krippen. Die ganze Familie wurde beglückt. Ich habe mir das ganze Leben eine Weihnachtskrippe gewünscht, aber nie eine bekommen. Als mein Mann starb hinterließ er eine unfertige Krippe. Diese baue ich, so wie sie ist, an jedem Weihnachtsfest auf und spüre immer noch die Liebe die er in diese Arbeit gesteckt hat. Es ist seine letzte Weihnachtskrippe. Eine wunderschöne Erinnerung.
B.K., Vaihingen

Die Krippe der Familie Condini Mosna

Wir haben bei uns zuhause eine sehr besondere Krippe stehen. Sie ist aus einer alten Olivenbaumwurzel gefertigt. Unser italienischer Opa hat sie gebaut. Er ist ein wahrer Künstler und hat alles bis aufs kleinste Detail durchdacht. Der Engel zum Beispiel steckt mit 2 Nägeln seitlich in der Wurzel und sieht aus als schwebe er über der heiligen Familie. Eine Axt steckt in einem Holzscheit- aus einem Stück geschnitzt, ein Gebirgsbach aus Alufolie schlängelt sich die Wurzel hinab und die weiße Kleidung des Jesuskindchens hängt an einer Wäscheleine zum Trocknen.

Die Kinder und auch Erwachsene haben viel zu bestaunen und zu entdecken. Und ist das Weihnachtesfest vorbei, lassen sich alle Seiten einfach zusammenklappen, sodass die Krippe kompakt und geschützt in eine eigene Kiste aus Holz kommt und darauf wartet im nächsten Jahr wieder ausgepackt zu werden.

Die Krippe der Familie Hofer

Diese Krippe stellen wir jedes Jahr im Wohnzimmer auf.

Manfred Hofer

Eine Krippe "to go"

Im Jahr 2012 verbrachte ich Weihnachten als Au Pair bei meiner Gastfamilie in den USA. Meine Tante schickte mir deshalb ein Weihnachts-Care-Paket, in dem auch diese Krippe dabei war. Meine Tante kaufte diese Krippe von einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt, der Krippen aus Bethlehem verkaufte. Die Krippe ist sehr robust und praktisch, da man sie einfach in eine kleine Pappkiste packen kann und passt somit in jeden Koffer. Die Krippe ist aus einem Olivenholzstamm geschnitzt worden. Während meines Studiums hatte die Krippe in der Weihnachtszeit immer einen Platz in meinem Studentenzimmer. Im Jahr 2017 kam ich durch eine Israelreise nach Bethlehem, dort fand ich zufällig den Laden, der genau solche Krippen für Touristen verkauft. Der Verkäufer erzählte mir, dass er jedes Jahr in der Adventszeit nach Deutschland fliegt, um dort seine Krippen zu verkaufen. Als ich ihm erzählte, dass meine Tante mir eine solche Krippe geschenkt hat und sie mir in die USA verschickt hat, freute er sich sehr und wir hatten eine schöne Unterhaltung.

Noch heute packe ich die Krippe in der Adventszeit gerne aus und stelle sie im Wohnzimmer auf, weil ich mit ihr viele schöne Erinnerungen habe – meine Zeit in den USA, meine Tante, meine Studentenzeit und meine Israelreise.

Nicole Wiesa

Die Krippe von Anna und Justus Preißner

Diese Krippe haben mein Bruder und ich vorletztes Jahr gebaut, weil wir keine Krippe unterm Weihnachtsbaum hatten, sondern nur eine große Krippe im Wohnzimmer. Wir haben mit den Figuren einen Adventskalender für unsere Eltern gefüllt.

Anna Preißner

Die Krippe von Familie Domke

Diese Krippe steht bei uns in jedem Jahr im Esszimmer. Das Christkind kommt immer erst am Heiligen Abend dazu – vorausgesetzt wir finden es wieder!

Domkes Playmobilkrippe

Meine Schwester und ich hatten in unserer Kindheit eine Playmobilkrippe im Kinderzimmer – für die Krippenausstellung haben wir sie extra wieder aus dem Karton geholt und mit weiterem Playmobil ausgeschmückt.
Philipp Domke

Rostige Krippe von Familie Benz

Vor 6 Jahren haben wir unseren Christbau das erste Mal auf der Terrasse aufgestellt. Da wir einen Welpen hatten, wollten wir auf Nummer sicher gehen.

So stand der Christbaum draußen und die Krippe im Wohnzimmer – für uns als Familie war klar: Das passt nicht! Die vorhandene Krippe war aber nicht Outdoortauglich- was tun?

Bei einem Sommerurlaub(!) im Allgäu haben wir zufällig diese „rostige Krippe“ gefunden. Das war genau das Richtige!
Die Krippe ist Dreiteilig: Anfang Advent stellen wir den Baum und die rechte Seite mit den Tieren und Hirten auf. An Weihnachten kommt dann das Mittelteil mit Krippe, Maria, Josef und das Jesuskind hinzu und zu Drei Könige wird die Krippe dann mit dem linken Teil, den Königen vervollständigt.

Da der Baum im Freien steht genießen wir den Ausblick auf Baum und Krippe von Anfang Dezember bis Mitte Januar.

Auf den Bildern sieht man die Weihnachtsaufstellung mit Hund und die komplette Krippe mit den Königen.

Diese Krippe kann jeder bauen!

Der Bastelbogen liegt in der Kirche aus.